Dies ist der zweite Teil unserer Artikelreihe über Dividendenaktien. Im ersten Teil besprechen wir die Basics rund um das Thema Dividenden, betrachten die maßgeblichen Termine wie Bekanntgabe und Auszahlung und ordnen Dividendenaktien als Teil einer Investmentstrategie ein. In diesem zweiten Teil gehen wir etwas tiefer ins Detail und stellen die relevanten Kennzahlen vor, die du bei der Beurteilung von Dividendenaktien kennen solltest.
Dividendenaktien bieten regelmäßige Ausschüttungen. Für viele Anleger ist dieser passive Cashflow ein wichtiger Bestandteil des konservativen Teils ihres Portfolios. Es gibt verschiedene Kennzahlen, um die Attraktivität und Nachhaltigkeit dieser Ausschüttungen besser miteinander vergleichen und bewerten zu können. Die relevantesten wollen wir hier vorstellen.
Die Dividende: Basis der Auszahlung
Die Dividende ist ein fester Geldbetrag pro Aktie, der in der Währung des Unternehmens ausgezahlt wird – etwa in Euro bei BASF oder US-Dollar bei Coca-Cola. Monatliche Auszahlungen lassen sich daher auf den ersten Blick nur schwer mit vierteljährlichen, halbjährlichen oder jährlichen Dividenden vergleichen. Hier schafft die Dividendenrendite Abhilfe, da sie eine bessere Vergleichbarkeit unabhängig vom Auszahlungsrhythmus erlaubt.
Hinweis: Bei einem deutschen Broker landen für gewöhnlich Euro auf dem Konto – auch dann, wenn das Unternehmen seinen Sitz in den USA hat und die Dividende in US-Dollar zahlt. Die Bank rechnet die Ausschüttung in Euro um, unabhängig davon, an welcher Börse du die Aktie gekauft hast. Diese Umrechnung kann mit Gebühren verbunden sein. Was bei ausländischen Dividenden steuerlich gilt (Stichwort Quellensteuer), steht im ersten Teil.
Dividendenrendite: Rendite im Fokus
Die Dividendenrendite wird als Prozentsatz angegeben und zeigt, wie viel Rendite eine Aktie im Verhältnis zum aktuellen Kurs einbringt. Sie lässt sich leicht berechnen, indem man die jährlichen Dividenden je Aktie (der letzten 12 Monate) durch den aktuellen Aktienkurs teilt und das Ergebnis mit 100 multipliziert, um den Prozentsatz zu erhalten:
Dividendenrendite = (Dividende je Aktie ÷ Aktienkurs) × 100
Die Dividendenrendite ist kein fixer Wert. Sie ist – neben der Dividende – auch vom schwankenden Aktienkurs abhängig. Fallende Aktienkurse führen so – bei gleichbleibender Dividende – rein rechnerisch zu einer höheren oder steigenden Rendite. Fallende Aktienkurse sind aber sicherlich kein Qualitätsmerkmal. Eine vergleichsweise hohe Rendite kann zudem auch ein Warnsignal für eine mögliche Dividendensenkung in der Zukunft sein.
Hinweis: Die Berechnung der Dividendenrendite ist nicht immer gleich. Stichtage, Zeiträume und Kurse können variieren und somit Einfluss auf die errechnete Rendite haben. Eine genauere Definition, wie die Rendite berechnet wird, gibt der Hinweis „TTM“. Dieser Zusatz steht für „Trailing Twelve Months“ und bedeutet, dass bei der Betrachtung die letzten 12 aufeinanderfolgenden Monate und damit die Zahlen der letzten vier Quartale berücksichtigt wurden. Dieser Ansatz ist besonders bei US-Unternehmen üblich (hier wird üblicherweise auch mehrmals pro Jahr eine Dividende ausgezahlt).
Die Dividendenrenditen, die Börsen, Banken und die jeweiligen Aktienunternehmen für die zurückliegenden Jahre angeben, beziehen die Dividende für ein Geschäftsjahr für gewöhnlich auf den Schlusskurs am Ende dieses Jahres. Ausgezahlt wird die Dividende erst im Folgejahr – manche Banken schreiben die Rendite deshalb an das Auszahlungsjahr, andere wie TradingView an das Geschäftsjahr. Gerechnet wird gleich; wir nennen hier immer das Geschäftsjahr.
Beispiel: Für das Geschäftsjahr 2023 zahlte BASF eine Dividende von 3,40 € pro Aktie (ausgezahlt im April 2024). Bezogen auf den Jahresschlusskurs 2023 von 48,78 € ergibt sich eine Dividendenrendite von 6,97 % (3,40 ÷ 48,78 × 100).
Dividendenwachstum und Dividendenkontinuität
Das Dividendenwachstum gibt an, wie stark die Dividenden eines Unternehmens über einen bestimmten Zeitraum gestiegen sind. Dividendenwachstum kann ein erstes Zeichen für finanzielle Gesundheit und stabilen Cashflow sein, hat aber als alleiniger Wert keine wirkliche Aussagekraft.
Die Dividendenkontinuität zeigt, wie stabil die Auszahlungen über die Zeit sind und ob und wie stark diese schwanken. Ein stabiles, stetiges und kontinuierliches Dividendenwachstum ist vor allem bei Investoren beliebt, die eine verlässliche Einkommensquelle suchen bzw. soliden Cashflow erzielen wollen.
Blicken wir wieder auf unser Beispiel von BASF, sehen wir einen Anstieg der Dividenden von 1,70 € in 2009 auf 3,40 € je Aktie in 2023. Dabei lag die Dividendenrendite lange Zeit relativ stabil um die 4 %. Von 2018 an stieg diese dann an bis auf über 7 % in 2022. Was auf den ersten Blick gut klingt, weist bei genauerer Betrachtung auf ein ungleiches Verhältnis von Aktienkurs und Dividende hin. Erst mit der massiven Kürzung der Dividende von 3,40 € in 2023 auf 2,25 € in 2024 (−34 %) ist die Rendite nun wieder bei rund 5 % – zum aktuellen Kurs (TTM) sind es 4,2 % (Stand: Oktober 2026, Quellen: BASF, TradingView*).
Zum Vergleich: Coca-Cola zahlt seit Jahren kontinuierlich steigende Dividenden und hält die Dividendenrendite dabei um die 3 % (2020 bis 2025 zwischen 2,8 und 3,1 %; nach dem starken Kursanstieg 2026 aktuell rund 2,3 %). Ähnliches gilt für Procter & Gamble und andere Dividendenaristokraten.

Wie misst man Dividendenwachstum? Üblich ist das durchschnittliche Wachstum pro Jahr, meist über fünf oder zehn Jahre. Weil jede Erhöhung auf der vorherigen aufbaut, rechnet man – wie beim Zinseszins – nicht einfach den Gesamtanstieg durch die Zahl der Jahre:
Dividendenwachstum pro Jahr = (Dividende heute ÷ Dividende damals) hoch (1 ÷ Anzahl Jahre) − 1
Beispiel: Coca-Cola hat die Dividende von 0,88 US-Dollar (2010) auf 2,04 US-Dollar (2025) gesteigert. Das sind über 15 Jahre im Schnitt rund 5,8 % pro Jahr ((2,04 ÷ 0,88) hoch (1 ÷ 15) − 1). Viele Börsenseiten zeigen diese Wachstumsrate auch fertig berechnet an, oft als „Dividendenwachstum 5 Jahre“ oder „10 Jahre“.
Dividendenrendite auf den Kaufpreis (Yield on Cost): Steigt die Dividende über Jahre, lohnt sich ein zweiter Blick auf die Rendite – und zwar bezogen auf den Kurs, zu dem man selbst gekauft hat. Diese persönliche Rendite ist bei Dividendenanlegern sehr beliebt, weil sie zeigt, was die eigene Investition heute abwirft:
Rendite auf den Kaufpreis = (aktuelle Dividende je Aktie ÷ eigener Kaufkurs) × 100
Beispiel: Wer Ende 2010 Coca-Cola-Aktien zu 32,89 US-Dollar gekauft hat, bekam für 2025 eine Dividende von 2,04 US-Dollar je Aktie – eine Rendite auf den Kaufpreis von rund 6,2 %. Wer heute zu rund 94 US-Dollar kauft, erhält dagegen nur rund 2,3 % (Kurse bereinigt um Aktiensplits, Stand: Oktober 2026, Quelle: TradingView*). Für Vergleiche zwischen verschiedenen Aktien taugt diese Kennzahl allerdings nicht – dafür ist die aktuelle Dividendenrendite da.
Exkurs – Dividendenaristokraten: So heißen Unternehmen aus dem US-Aktienindex S&P 500, die ihre Dividenden über mindestens 25 aufeinanderfolgende Jahre gesteigert haben. Diese Firmen gelten daher als besonders stabil und zuverlässig. Sie steigern ihre Dividenden auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Dividendenaristokraten stammen meist aus langfristig stabilen Branchen wie Konsumgüter oder dem Gesundheitswesen. Coca-Cola gehört mit 64 Erhöhungen in Folge sogar zu den „Dividendenkönigen“ (50 Jahre und mehr). Mehr zu Dividendenaristokraten im dritten Teil unserer Reihe.
Ausschüttungsquote: Nachhaltigkeit prüfen
Die Ausschüttungsquote (Payout Ratio) zeigt, wie viel Prozent des Unternehmensgewinns als Dividende ausgeschüttet werden. Sie wird berechnet, indem man die jährliche Dividende pro Aktie durch den Gewinn pro Aktie teilt und das Ergebnis mit 100 multipliziert. Alternativ kann das Verhältnis der gesamten ausgeschütteten Dividenden zum Gesamtgewinn betrachtet werden.
Ausschüttungsquote = (Dividende pro Aktie ÷ Gewinn pro Aktie) × 100
Beispiel: Die Allianz erzielte 2023 einen Gewinn pro Aktie von 22,61 € und zahlte eine Dividende von 13,80 €, was eine Ausschüttungsquote von etwa 61 % ergibt (13,80 ÷ 22,61 × 100). Die Allianz hat sich sogar selbst das Ziel gesetzt, 60 % ihres Gewinns auszuschütten (Quelle).
Eine niedrige Ausschüttungsquote bedeutet, dass das Unternehmen seine Gewinne reinvestieren oder als Reserve zurücklegen kann. Dies spricht für die Nachhaltigkeit des Unternehmens und zukünftiger Dividenden, schmälert aber gleichzeitig die kurzfristige Auszahlung an die Anleger. Als Faustregel für Aktien gilt: Eine Ausschüttungsquote unter 70 bis 80 % lässt Raum für schwächere Jahre und künftige Dividendensteigerungen. Liegt sie über 100 %, zahlt das Unternehmen mehr aus, als es verdient.
Als zweites Beispiel werfen wir wieder einen Blick auf die BASF-Aktie: BASF erzielte 2023 einen Gewinn pro Aktie von etwa 0,25 € und zahlte eine Dividende von 3,40 €, was eine Ausschüttungsquote von rund 1.349 % ergibt (3,40 ÷ 0,252 × 100). Wie man bei der Zahl schon vermutet, ist das eine sehr hohe Ausschüttungsquote.
| Allianz 2023 | BASF 2023 | |
|---|---|---|
| Gewinn pro Aktie | 22,61 € | 0,25 € |
| Dividende pro Aktie | 13,80 € | 3,40 € |
| Ausschüttungsquote | rund 61 % | rund 1.349 % |
Schauen wir uns also die Zahlen von BASF etwas genauer an.
Schritt 1: Gewinn pro Aktie berechnen
Der Gewinn pro Aktie (auch: Ergebnis je Aktie, engl. Earnings per Share / EPS) ergibt sich aus dem Jahresüberschuss (auch: Nettogewinn, engl. Net Income) geteilt durch die Anzahl der Aktien:
EPS = Jahresüberschuss ÷ Anzahl der Aktien
EPS der BASF in 2023 = 225.000.000 € ÷ 892.500.000 ≈ 0,252 € pro Aktie
Man findet den Gewinn pro Aktie bzw. die EPS auch auf vielen Börsenwebseiten, bei Brokern oder auf der Tradingplattform TradingView*.
Schritt 2: Ausschüttungsquote berechnen
Ausschüttungsquote = (3,40 € ÷ 0,252 €) × 100 ≈ 1.349 %
Analyse der Ausschüttungsquote
Eine Ausschüttungsquote von etwa 1.349 % bedeutet, dass BASF 2023 weit mehr als seinen Nettogewinn als Dividende ausgeschüttet hat. Das ist ungewöhnlich und deutet darauf hin, dass die Dividende möglicherweise aus Rücklagen, Free Cashflow oder anderen Mitteln finanziert wurde, da der Nettogewinn nicht ausreicht, um die Auszahlung von 3,40 € pro Aktie (insgesamt ca. 3,03 Milliarden Euro) zu decken.
Im folgenden Jahr 2024 senkte BASF die Dividendenausschüttung von 3,40 € auf 2,25 € (Quelle). Gleichzeitig steigt der Jahresüberschuss auf 1.298 Mio. €. Der Gewinn pro Aktie klettert auf 1,45 €. Die Ausschüttungsquote sinkt auf weiterhin hohe 154,7 %.
Variante: Cashflow-basierte Ausschüttungsquote
Diese Kennzahl ist deutlich seltener anzutreffen. Sie unterscheidet sich von der herkömmlichen Ausschüttungsquote, indem sie nicht den Nettogewinn, sondern den verfügbaren Free Cashflow eines Unternehmens als Basis für die Berechnung nutzt.
Hinweis: Free Cashflow (FCF) ist der verbleibende Cashflow, der nach Abzug von Kapitalausgaben (CapEx) und anderen Investitionen verfügbar ist. Kurz gesagt ist der freie Cashflow das echte, verfügbare Geld eines Unternehmens nach allen nötigen Ausgaben.
Free Cashflow = Operativer Cashflow − Investitionen
Während die übliche Ausschüttungsquote (Dividende pro Aktie ÷ Gewinn pro Aktie × 100) den Gewinn berücksichtigt, der durch Bilanzposten wie Abschreibungen beeinflusst wird, spiegelt die Cashflow-basierte Variante besser wider, wie viel echtes Geld übrig bleibt, um Schulden zu tilgen und Dividenden zu zahlen.
Die Berechnungsformel der Ausschüttungsquote bleibt dabei gleich:
Cashflow-basierte Ausschüttungsquote = (Gesamte Dividenden ÷ Free Cashflow) × 100
Wir vergleichen dabei die Dividende für ein Geschäftsjahr mit dem Free Cashflow desselben Jahres. Nicht alle Datenanbieter rechnen so – beim Vergleich verschiedener Quellen lohnt sich deshalb ein Blick darauf, wie die Quote berechnet wurde.
Rechnung und Analyse
Laut BASF lag der Free Cashflow 2023 bei 2,7 Milliarden Euro (Quelle). Die Gesamtsumme der gezahlten Dividenden lag bei etwa 3,035 Milliarden Euro (3,40 € × 892,5 Millionen Aktien). Die Cashflow-basierte Ausschüttungsquote beträgt somit:
(3,035 Mrd. € ÷ 2,7 Mrd. €) × 100 ≈ 112 %
Wir sehen, dass auch hier die Ausschüttungsquote über 100 % liegt und somit über dem eigentlich verfügbaren Free Cashflow.
Im Jahr 2024 sieht die Rechnung etwas anders aus, da BASF die Dividende pro Aktie hier auf 2,25 Euro senkte und somit nur eine Gesamtsumme von 2,008 Mrd. Euro ausgeschüttet wurde. Allerdings sank auch der Free Cashflow auf 0,748 Mrd. Euro:
(2,008 Mrd. € ÷ 0,748 Mrd. €) × 100 ≈ 268,4 %
Eine Cashflow-basierte Ausschüttungsquote von 268 % zeigt, dass BASF mehr als das Doppelte seines Free Cashflows als Dividende ausgeschüttet hat! Die Dividendenzahlung konnte also nicht allein aus dem erzielten FCF finanziert werden. Zusätzliche Liquiditätsquellen wie Rücklagen, Kredite oder andere finanzielle Mittel mussten genutzt werden.
Im Vergleich zum Vorjahr 2023 ist der Rückgang des Free Cashflows auf 0,748 Mrd. € – ein signifikanter Abfall um etwa 72 % – ein kritischer Punkt. Die reduzierte Dividende auf 2,25 € pro Aktie hilft dabei, die Nachhaltigkeit zu verbessern; die Ausschüttung bleibt aber dennoch weit über dem verfügbaren Cashflow. Dieses Ergebnis könnte an den hohen Investitionen wie beispielsweise in den Verbundstandort im Süden Chinas liegen oder auf externe Faktoren wie schwache Nachfrage und Wertberichtigungen hinweisen. Für Anleger ist dies auf jeden Fall ein Warnsignal.
Und heute? Für 2025 meldet BASF einen Gewinn von rund 1,6 Mrd. € und einen Free Cashflow von rund 1,3 Mrd. € (Quelle). Bei weiterhin 2,25 € Dividende je Aktie, zusammen rund 2 Mrd. €, liegen beide Quoten mit rund 125 % (Gewinn) und rund 150 % (Free Cashflow) immer noch über 100 % – aber deutlich näher dran als 2023 und 2024.

Unterschiede und Bedeutung der beiden Methoden
- Realitätsnähe: Da der Free Cashflow die tatsächliche Liquidität widerspiegelt, gibt diese Quote einen realistischeren Eindruck der Nachhaltigkeit der Dividende. Eine Quote über 100 % (wie bei BASF) deutet darauf hin, dass das Unternehmen möglicherweise auf Schulden oder Rücklagen zurückgreift.
- Vergleich zur gewinnbasierten Quote: 2023 lag bei BASF die gewinnbasierte Quote bei ungewöhnlich hohen 1.349 %. Die Cashflow-basierte Quote von nur 112 % zeigt, dass die Dividende zwar über dem Free Cashflow liegt, aber näher an den realen Zahlungsfähigkeiten des Unternehmens. 2024 dreht sich das Bild: Die gewinnbasierte Quote sieht mit 155 % wieder besser aus, die Cashflow-basierte steigt dagegen auf 268 % – das Unternehmen ist also längst nicht so gesundet, wie es der Gewinn vermuten lässt.
- Investorenperspektive: Eine niedrige Cashflow-basierte Quote (z. B. unter 70 bis 80 %) gilt als Zeichen für finanzielle Stabilität und Raum für Dividendensteigerungen. Eine hohe Quote (über 100 %) kann ein Warnsignal sein.
Die Cashflow-basierte Ausschüttungsquote bietet eine ergänzende Sichtweise, um die Nachhaltigkeit von Dividenden besser zu beurteilen, insbesondere bei Unternehmen mit volatilen Gewinnen.
Fazit
Keine der hier aufgeführten Kennzahlen hat alleine betrachtet eine große Aussagekraft. Erst eine Kombination der verschiedenen Messgrößen hilft, den Wert und vor allem die Nachhaltigkeit der Rendite und damit der eigenen Investition einzuschätzen. Kombiniert man die hier vorgestellten Kennzahlen, hat man einen guten ersten Eindruck vom Unternehmen und dessen Rendite. Aber neben diesen Kennzahlen gibt es noch viele weitere Punkte, die ein Anleger beachten sollte, wenn er längerfristig investieren will.
Im dritten Teil unserer Reihe schauen wir uns konkrete Beispiele an: Dividenden-ETFs, Dividendenaristokraten und wie man Dividenden breit gestreut ins eigene Depot holt.
Das Wichtigste in Kürze
- Dividende: ein fester Betrag pro Aktie – für Vergleiche taugt erst die Dividendenrendite.
- Dividendenrendite: Dividende ÷ Kurs. Eine sehr hohe Rendite kann ein Warnsignal sein, weil sie oft durch einen fallenden Kurs entsteht.
- Wachstum und Kontinuität: zeigen, wie verlässlich ein Unternehmen ausschüttet – Coca-Cola erhöht seit 64 Jahren, im Schnitt um knapp 6 % pro Jahr.
- Rendite auf den Kaufpreis: zeigt, was die eigene Investition heute abwirft – bei wachsender Dividende oft deutlich mehr als die aktuelle Rendite.
- Ausschüttungsquote: Dividende ÷ Gewinn. Faustregel: unter 70 bis 80 % gilt als gesund, über 100 % als Warnsignal.
- Cashflow-basierte Quote: Dividende ÷ Free Cashflow – zeigt, ob wirklich genug Geld für die Ausschüttung da ist.
- Fallbeispiel BASF: Quoten weit über 100 % kündigten die Kürzung von 3,40 € auf 2,25 € an.