Im Krypto-Space gibt es verschiedene Gangs. Auf der einen Seite stehen die Moon-Boys, die immer auf der Jagd nach dem neuesten, heißen Coin sind, der in naher Zukunft völlig durch die Decke geht („to the Moon“). Auf der anderen Seite stehen die Bitcoin-Maxis, die alles außer Bitcoin als Scam oder Shitcoin verachten.

Ähnlich sieht es beim Kauf und bei der Verwahrung aus. Während die Moon-Boys schon beim Start eines neuen Coins den günstigsten Einstiegspreis mitnehmen wollen, kauft der Bitcoin-Maxi seine Bitcoin lieber per Sparplan – nach dem Prinzip des Durchschnittskosteneffekts (DCA) – und möglichst weit weg von den großen zentralen Börsen. Wer seine Bitcoin dann nicht auf einer eigenen Hardware-Wallet aufbewahrt, ist in seinen Augen selbst schuld, wenn eine Börse pleitegeht. Gefeiert werden dafür kleine, schlanke Bitcoin-Apps.

Angesichts der Pleiten und Betrügereien der vergangenen Jahre – man denke nur an den Zusammenbruch der Börse FTX Ende 2022 – ist die Suche nach sicheren, schlanken Lösungen erst einmal eine gute Idee. Aber sind sie auch günstig? Und wann ist eine klassische Kryptobörse die bessere Wahl? Dazu sehen wir uns drei schlanke Bitcoin-Apps an, die App Bison als Lösung für alles – und zum Vergleich das Börsen-Urgestein Coinbase.

Vergleich der drei Wege, Bitcoin zu kaufen: schlanke Bitcoin-Apps wie 21bitcoin, Relai und Pocket für Bitcoin-Sparer, Bison als App für Kryptowährungen, Aktien und ETFs, Coinbase als Kryptobörse für aktive Anleger
Drei Wege, Bitcoin zu kaufen (Grafik: Silver and Bold)

Was schlanke Krypto-Apps ausmacht

Die Apps in diesem Vergleich sind keine Börsen mit komplizierten Handelsoberflächen. Sie sind für das Smartphone gemacht, auf das Wesentliche reduziert und stellen meist den Sparplan in den Mittelpunkt: Geld überweisen, Betrag und Rhythmus festlegen, fertig.

Eines haben inzwischen alle hier vorgestellten Anbieter gemeinsam: Sie sind nach der europäischen Krypto-Verordnung MiCA zugelassen oder in ihrem Land reguliert und verlangen deshalb eine Identitätsprüfung (KYC, „Know Your Customer“) mit Ausweis. Anbieter, die früher ohne Prüfung auskamen, gibt es so nicht mehr – auch die Schweizer App Pocket verlangt seit Dezember 2025 von allen Nutzern eine vollständige Verifizierung (Quelle).

21bitcoin

21bitcoin hat seinen Sitz in Österreich und ist seit Ende 2025 von der dortigen Finanzmarktaufsicht nach MiCA zugelassen (Quelle). Der Service läuft nur über die gleichnamige App. Wie der Name schon erahnen lässt, gibt es hier nur Bitcoin.

Gebühren: Ein Sofortkauf kostet 1,49 %, mit einem Empfehlungscode 1,29 %. Beim Sparplan zahlt man nur in den ersten sieben Tagen eine Gebühr (0,99 %, mit Code 0,79 %), ab dem achten Tag sind die Käufe kostenlos, solange der Sparplan läuft (Stand Oktober 2026). Eine Auszahlung auf die eigene Wallet kostet pauschal 1.000 Satoshi, der automatische Wallet-Transfer nichts extra. Am günstigsten zahlt man per Banküberweisung ein; Kreditkarte, Apple Pay und Google Pay kosten extra.

21bitcoin verwahrt die gekauften Bitcoin für den Nutzer, bietet aber einen automatischen Wallet-Transfer: Die Bitcoin lassen sich nach dem Kauf direkt auf die eigene Wallet weiterschicken. Auch eine manuelle Auszahlung ist normalerweise eine Sache von Minuten – auch am Wochenende.

Mit meinem Code T8GAF zahlst du bei 21bitcoin* 0,2 Prozentpunkte weniger Gebühren (Stand: Oktober 2026).

Relai und Pocket

Relai und Pocket stammen beide aus der Schweiz und funktionieren ähnlich wie 21bitcoin: nur Bitcoin, alles per App, Sparplan im Mittelpunkt. Die Unterschiede liegen im Detail.

Relai ist seit Oktober 2025 in der EU nach MiCA zugelassen. Die Gebühr liegt bei rund 1 % je Kauf. Die App bringt eine eigene Wallet mit, auf die nur man selbst Zugriff hat, und die Bitcoin landen dort direkt nach dem Kauf (Quelle).

Pocket ist auf wiederkehrende Käufe per Überweisung spezialisiert: Man bekommt eine Bankverbindung und einen Verwendungszweck. Sobald Geld eingeht, wird es in Bitcoin getauscht und direkt an die eigene Wallet geschickt – etwa an eine Hardware-Wallet. Die Gebühr beträgt 1,5 % je Kauf (Quelle). Früher war Pocket vor allem deshalb beliebt, weil es ohne Identitätsprüfung auskam; das ist seit Dezember 2025 vorbei.

Bison: eine App für alles

Bison gehört zur Gruppe Börse Stuttgart und ist damit ein deutscher Anbieter; die Krypto-Tochter der Börse Stuttgart ist von der BaFin nach MiCA zugelassen (Quelle). Als reine Krypto-App gestartet, ist Bison inzwischen eine App für fast alles: Neben Bitcoin, Ether und vielen weiteren Kryptowährungen lassen sich auch Aktien und ETFs handeln, Sparpläne einrichten und einige Kryptowährungen wie Ether und Solana direkt in der App staken.

Gebühren: Bei Kryptowährungen fällt keine Ordergebühr an, dafür ein Spread – also ein Aufschlag auf den Kurs – von durchschnittlich 1,25 % bei Bitcoin und Ether und 1,75 % bei allen anderen Kryptowährungen. Aktien und ETFs kosten 1,99 Euro pro Order. Ein- und Auszahlungen per Überweisung sind kostenlos, per Karte, Apple Pay oder Google Pay kosten sie 2,49 % (Quelle).

Bison verwahrt die Kryptowährungen treuhänderisch für den Nutzer. Eine Auszahlung auf die eigene Wallet ist möglich, dauert aber je nach Zeitpunkt etwas länger als bei den reinen Bitcoin-Apps.

Bei Bison* gibt es mit dem Code vdbbwk 20 Euro in Ether, wenn du in den ersten 30 Tagen für mindestens 200 Euro Kryptowährungen handelst (Stand: Oktober 2026).

Coinbase: das Börsen-Urgestein

Coinbase wurde 2012 in den USA gegründet und ist eine der größten Kryptobörsen der Welt. In der EU ist Coinbase seit 2025 nach MiCA zugelassen (Quelle). Coinbase bietet die größte Auswahl an Kryptowährungen und Token in diesem Vergleich – und neben der einfachen Kauf-Ansicht eine echte Handelsansicht mit Orderbuch und Charts von TradingView, wie man sie von einer professionellen Börse kennt.

Gebühren: Beim einfachen Kauf sind die Gebühren vergleichsweise hoch und wenig durchschaubar – laut Finanzfluss rund 1,5 % beim Bitcoin-Sparplan (Stand Oktober 2026). In der Handelsansicht handelt man in der Regel günstiger, muss sich dafür aber mit Ordertypen und Orderbuch auskennen.

Bei Coinbase* gibt es bei Neuregistrierung über meinen Link 30 Euro in Bitcoin (Stand: Oktober 2026).

Die Gebühren im Überblick

AnbieterKaufSparplanVerwahrung
21bitcoin1,49 % (mit Code 1,29 %)ab 8. Tag 0 %Anbieter, automatischer Transfer möglich
Relairund 1 %rund 1 %eigene Wallet
Pocket1,5 %1,5 %eigene Wallet
BisonSpread 1,25 %SpreadAnbieter
Coinbaserund 1,5 %rund 1,5 %Anbieter

Bitcoin-Kauf, Stand: Oktober 2026, Quellen siehe Abschnitte. Gebühren ändern sich häufig – vor dem Kauf beim Anbieter prüfen. Einzahlungen per Karte kosten fast überall extra.

So nutze ich die Apps

21bitcoin nutze ich inzwischen für beides: regelmäßiges Sparen und gezielte Käufe. Ich überweise zum Beispiel jede Woche 50 Euro. Davon fließen 25 Euro per Sparplan direkt in Bitcoin, die anderen 25 Euro sammeln sich als Guthaben an. Kommt ein größerer Rücksetzer, kaufe ich damit gezielt eine größere Menge nach.

Bison nutze ich für andere Kryptowährungen und zum Staken. Coinbase bietet von den dreien die meisten Coins und Token und eine echte Handelsansicht mit Charts – dort bin ich unterwegs, wenn ich mehr will als einen einfachen Kauf.

Fazit: Was eignet sich wann?

  • Eine schlanke Bitcoin-App wie 21bitcoin, Relai oder Pocket ist die beste Wahl für alle, die nur Bitcoin wollen und regelmäßig sparen. Die Apps sind am einfachsten, beim Sparplan oft am günstigsten und machen es leicht, die Bitcoin auf die eigene Wallet zu holen.
  • Bison passt für alle, die mehr als Bitcoin wollen, aber trotzdem eine einfache App suchen: Kryptowährungen, Aktien, ETFs und Staking an einem Ort, von einem deutschen Anbieter.
  • Coinbase lohnt sich für alle, die aktiver handeln, eine große Auswahl an Coins und Token brauchen oder Kurse im Chart verfolgen wollen. Für einen einfachen Bitcoin-Sparplan ist die Börse dagegen eher teuer.

Egal, wo man kauft: Am günstigsten zahlt man per Überweisung ein, und wer größere Beträge langfristig hält, überträgt sie besser auf die eigene Wallet. Wie das geht und welche Wallet-Arten es gibt, steht in Bitcoin erklärt – Teil 2.

Das Wichtigste in Kürze

  • Alle hier vorgestellten Anbieter sind reguliert und verlangen eine Identitätsprüfung – anonym kaufen ist bei ihnen nicht mehr möglich.
  • Schlanke Bitcoin-Apps (21bitcoin, Relai, Pocket) sind einfach und für Sparpläne oft am günstigsten.
  • Bison vereint Kryptowährungen, Aktien, ETFs und Staking in einer App.
  • Coinbase bietet die größte Auswahl und eine professionelle Handelsansicht, ist beim einfachen Kauf aber teurer.
  • Gebühren ändern sich häufig: vor dem Kauf prüfen und per Überweisung statt per Karte einzahlen.